| Um den Tiefen See |
| Geschrieben von Bernhard Husch | |
| Sonntag, 20. Juni 2010 | |
Um den Tiefen See und die Glienicker Lanke
Mitte Juni erwartet man schönes Wetter! Wir hatten bei unserer Wanderung um die Glienicker Lanke und den Tiefen See (Potsdam/Babelsberg) nur manchmal sonnige Lichtblicke. Die Tour (8 km) kann man auch auf der Karte verfolgen.
Unsere Wanderung beginnt in Klein-Glienicke an der Waldmüllerstraße. Wir überqueren die kleine Brücke in Richtung Schlosspark Babelsberg und biegen rechts auf den Uferweg ein. Das Schloss besuchen wir heute nicht, sondern wollen nur die Weiten beim Blick über die Seen genießen. Wir gelangen zunächst an das Dampfmaschinenhaus, das 1843-45 von Gottgetreu nach Plänen von Persius zur Bedienung der Bewässerungsanlagen des Schlossgartens gebaut wurde.
Nach kurzer Zeit erreichen wir das Kleine Schloss, das Kaiser Friedrich III. mit seiner Frau Victoria lange Zeit als Wohnsitz diente. Heute befindet sich in diesem Gebäude ein Restaurant.
Rechter Hand immer das Wasser, kann man linker Hand einen zunächst von Lenné gplanten, später vom Fürsten Pückler angelegten Landschaftspark schauen, in dem unter anderem die Berliner Gerichtslaube und der Flatowturm liegen.
Der Flatowturm ist ein bewohnbarer Turm, der nach einem Torturm des alten Frankfurt am Main gbaut wurde. Hier kann man allerhand über das neugotische Bauwerk nachlesen. Wir wandern weiter bis zum Ende des Schlossparks und überqueren auf der Humboldtbrücke die Havel um auf das andere Ufer des Tiefen Sees zu gelangen. Hier fängt eine moderne Welt an. Wir gehen zunächst am neuen Hans-Otto-Theater vorbei, in dessen Umgebung sich zahlreiche Orte von Kunst und Kultur befinden.
Auch haben sich in diesem Potsdamer Quartier einige High-Tec-Firmen angesiedelt - z. B. die Datenbankpäpste von Oracle und das Volkswagen Design Center.
Kunst gibt es auch, die könnte ich sogar selbst herstellen...
Was nun auf der Westseite des Tiefen Sees folgt, ist eigentlich unspektakulär, aber es sind immer die kleinen Feinheiten und Kleinode, die der Wanderer entdecken muss. Wir haben z. B. schöne, alte Häuser gesehen, die zum Teil renoviert bzw. restauriert waren oder aber noch im tristen DDR-Grau vor sich hin schimmelten.
Zum Abschluss der Wanderung gelangten wir auf die Glienicker Brücke, über die man wohl kein Wort mehr zu verlieren braucht. Vor der Glienicker Brücke befindet sich aber noch die Villa Schöningen , die sich selbst als deutsch-deutsches Museum deklariert und in ihrem Garten eine Sammlung moderner Kunstwerke zur Besichtigung anbietet. Die Villa ist Privatbesitz, für den müden Wanderer gibt es zu dem im Inneren befindlichen Restaurant nur Zugang, wenn er eine Eintrittskarte für das Museum kauft (8 EUR, sehr befremdlich) oder Mitglied eines dem Museum angeschlossenen Klubs wird. |
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| Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 20. Juni 2010 ) |