Fontaneweg: Teltow - Großbeeren Drucken
Geschrieben von Bernhard Husch   
Donnerstag, 15. Juli 2010

Fontaneweg: Von Teltow nach Großbeeren

Den Qualitätskriterien des in Neuruppin geborenen Schriftstellers hätte der nach ihm benannte Wander- / Radweg vom Regionalbahnhof Teltow nach Großbeeren mehr als genug entsprochen - für die Förderung des regionalen Tourismus ist dieser Weg die reinste Katastrophe. Hier kann man unsere Radtour auf der Karte verfolgen.

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Der vielleicht noch erträglichste Teil des Fontanewegs


Ursprünglich war eine ganz andere Radtour geplant, aber schließlich landeten wir - von Berlin-Lichtenrade kommend - am Regionalbahnhof Teltow, wo uns ein Wanderzeichen auf den Fontaneweg lockte. Den kannten wir noch nicht.
 
Gleich neben dem Bahnhof führt eine kleine Straße nach Süden, die für Google Maps bald im Nirwana endet. OpenStreetMap kennt aber noch mehr über die Gegend, was man sich hier anschauen kann. Nach dem Verlassen der Wohnsiedlung fährt man kurz an einem Baustoffwerk vorbei. Die Wegverhältnisse sind hier für Fußgänger und Radfahrer nicht akzeptabel (Sand, Staub, Schlaglöcher4, vereinzelt Schlackedecke); Fontane hätte hier ordentlich geschimpft.
 
Die Horrorstrecke ist nicht allzu lang, schließlich fährt man durch ein schattiges Wäldchen, überquert zweimal Bahngleise um im Güterverkehrszentrum (GVZ) Großbeeren zu landen.

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Der Weg ist neu angelegt, er weist aber eine Schotterdecke auf, die sowohl für Wanderer als auch für Radler äußerst unangenehm sein dürfte. Wir fühlten uns auf diesem Weg mit dem Rad bisweilen recht unsicher, weil nach tagelanger Trockenheit die Oberfläche des Weg nur eine geringe Griffigkeit aufwies.Die Aussicht ist nicht besonders schön, weil man nur in ein riesigesLogistikzentrum schaut. Auf diesem Weg muss man die B 101 überqueren. Lange schon haben wir uns bei Autofahrten von der Stadtgrenze Berlins in Richtung A 10 gefragt, was für eine Brücke die Bundesstraße mitten im GVZ überspannt. Nun wissen wir es: es handelt sich hier um eine Fußgängerbrücke, auf der der Fontaneweg verläuft.
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Die Brücke über die B 101

Hinter der Brücke setzt sich die Grünanlage, in der der Fontaneweg verläuft fort. Aber anstelle den Radler durch die neu angelegte Parkanlage zu führen, wird dieser durch eine märkische Sandwüste mit tiefem Treibsand gescheucht. Wir folgen den Radwegweisern und landen schließlich in Höhe der Wassersportanlage (nördliches Ende) und bei der Gedenkpyramide in Erinnerung an die Schlacht bei Großbeeren gegen die napoleonischen Truppen am 23. August 1818. Wir fahren weiter geradeaus und gelangen an die Schinkelkirche von Großbeeren.

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Die Pyramide

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Hier surft man

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Die Großbeerener Schinkelkirche

Auf dem Heimweg von Großbeeren interessierten wir uns für den Fortschritt der Baumaßnahmen der L 76, die Großbeeren mit Mahlow verbindet und über die wir schon berichtet haben, dass durch sie ein Naturreservat vernichtet wird. Aus diesem Grund schlugen wir den Weg nach Kleinbeeren ein. Kleinbeeren ist zurzeit eine einzige Baustelle, weil die Dorfstraße gerade erneuert wird.

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Klein"bären" oder Kleinbeeren?

Wir wählten hier die nordöstliche Ortsausfahrt und fuhren in Richtung L 76.

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Die alte Verbindungsstraße zur L 76

Diese Straße ist nicht mehr für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Am Ende dieser Straße stießen wir nun auf die neue L 76, die auf einer Brücke überquert werden kann.

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Rampe mit Brücke über die L 76

Hinter der Brücke bogen wir in eine Schotterstraße Richtung Osten ein, weil wir nach Mahlow fahren wollten. Dieser Weg endete leider im Nirwana, sodass wir auf sehr rustikalen Feldwegen bis zum Flecken Birkholz radeln mussten. Dieser Weg ist nicht unbedingt für den ungeübten Radler empfehlenswert.
 
Von Birkholz wählten wir  wie schon öfters den Weg durch das Gebiet des Mahlower Seegrabens, der jedoch nichts für Menschen mit einer Hundephobie ist. Dieses Gebiet dient schon seit etlichen Jahren Hundebesitzern als Auslauf für ihre geliebten Vierbeiner. Wir sichteten an diesem Tag einen Mann mit fünf Hunden, die allesamt unangeleint herumliefen.
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 16. Juli 2010 )
 
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