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4. Etappe: Senftenberg - Herzberg
Wir verlassen am nächsten Morgen Senftenberg wegen der vorausgesagten Hitze recht früh in südwestlicher Richtung und besichtigen zunächst die Gartenstadt Marga, die eine Werkssiedlung mit Gartenstadtcharakter darstellt.

Der zentrale Platz in Marga
Von nun an wird die Schwarze Elster unsere Begleiterin bis zum nächsten Etappenziel sein. Wir fahren zunächst nach Schwarzheide, wo wir den bekannten Uhrenturm und die Wellenskulptur besichtigen können.

Von Schwarzheide geht es über Lauchhammer und Plessa nach Elsterwerda. Der Radweg führt immer auf dem Damm der Schwarzen Elster entlang, wir begegnen nur sehr wenigen touristischen Radfahrern, die meisten Radler sind Einheimische, die augenscheinlich zu / von der Arbeit fahren oder zum Einkaufen in die nächste große Ortschaft radeln.
In Elsterwerda gibt es nichts Interessantes zu sehen, wir drehen auf dem Fahrrad eine Runde durch das Zentrum, erfrischen uns mit einem Eis und fahren weiter nach Bad Liebenwerder.
Zwischendurch entsteht eine kleine Konfusion, weil die Realität nicht mehr mit unserer Karte und der Route auf dem GPS-Gerät übereinstimmt. Irgendwann muss im Laufe der Zeit eine Brücke über einen Seitenbach der Schwarzen Elster abhanden gekommen sein; der Radweg auf dem Damm entlang des Flüsschens ist jedenfalls gesperrt, der Anfang einer Umleitung ist ausgeschildert - aber weiter nichts. Wir suchen uns selbstständig einen günstigen Ersatzweg und gelangen schließlich nach Bad Liebenwerder , der Stadt des Lausitzer Mineralwassers.

An der Schwarzen Elster
Wie auch schon in Elsterwerder hat man sich in Bad Liebenwerder große Mühe gegeben, der Innenstadt ihr historisches Gesicht wieder zu verleihen, was man als durchaus gelungen bezeichnen kann. 1925 erhielt Liebenwerder den Titel "Kurstadt"; sie eine Kurstadt mit Peloidkurbetrieb (Schlammheilverfahren).
Wie bereits erwähnt, ist Bad Liebenwerder auch die Stadt des Mineralwassers. Zahlreiche Mineralwassermarken werden von hier aus vertrieben, die in fast jedem Supermarkt in Berlin und Brandenburg zu finden sind.
Auch hier wartet man auf die großen Tousistenströme, wir konnten zwar vereinzelt Touristen in der Innenstadt sichten, aber der große Boom ist hier noch nicht ausgebrochen (vielleicht sind die Kurkliniken gut besetzt mit Patienten - wer weiß).

Das Rathaus von Bad Liebenwerder
Der Rest der Tour ist unspektakulär: es geht nur immer entlang der Schwarzen Elster durch eine schöne, ruhige Landschaft. Die Fahrstrecke ist völlig eben, man kann beim Radeln richtig gut entspannen und gelangt schließlich in das sübbrandenburgische Städtchen Herzberg (Elster).
Hier muss man höllisch aufpassen, dass man (z. B. beim Buchen) von Hotelzimmern nicht den Fehler des Autors begeht: es gibt in Brandenburg mehrere Herzbergs!. Diesen Fehler konnten wir durch glückliche Umstände an Ort und Stelle beheben udn fanden Unterkunft in der Pension Zwiebels Grillhütte. Auch hier: hervorragend freundlichjer Empfang, professioneller Service, alles sehr sauber und ordentlich.

Rathaus von Herzberg
Auch in Herzberg merkt man, dass man sich auf den kommenden Tourismus vorbereitet, bzw. schon vorbereitet hat. Die Sanierung der Innenstadt ist schon sehr weit fortgeschritten, "Schmuddelecken" konnten wir nicht entdecken.

Blick auf den Marktplatz von Herzberg
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