Panke? Nein, Danke?
Geschrieben von Bernhard Husch   
Donnerstag, 5. August 2010

Panke? Nein, Danke?

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Naturschutzgebiet bei Französisch-Buchholz

Eine Radtour entlang der Panke an einem herrlichen Sommertag bei 24° C stellt man sich schön vor. Aber... es kann auch anders kommen. Die Tour lässt sich auch auf einer Karte verfolgen. Klicken Sie dazu hier...



Mit der S-Bahn von Lichtenrade nach Buch ist - auch mit dem Fahrrad - völlig unproblematisch; 45 Minuten Fahrzeit sind erträglich. Wir hatten uns die Tour ausgesucht, weil wir das Flüsschen Panke erkunden wollten. Die Panke entspringt ja bekanntlich in der Nähe von Bernau, aber weil unser VBB-Jahresticket nur den Bereich Berlin AB abdeckt, verzichteten wir auf die weitere Fahrt ins Bundesland Brandenburg - auch, weil wir den Oberlauf der Panke schon einmal früher abgeradelt haben.

Ungünstig ist, dass es auf dem S-Bahnhof Buch keine Aufzüge gibt; Radfahrer müssen ihre fahrbaren Untersätze eine Treppe hinunter tragen. Mit Gepäck auf dem Fahrrad kann das schon ganz schöne Probleme bereiten.

Vom S-Bahnhof Buch fährt man zunächst auf dem Fernradweg Berlin-Usedom in Richtung Süden. Bereits nach ca. 500 m auf diesem Weg leuchtete uns ein gelbes Fahrrad-Umleitungsschild entgegen: wir mussten den regulären Radweg verlassen, es gab aber auch keine weiteren Hinweise auf die Weiterführung der Strecke. Eine spätere Kartenanalyse zeigte uns, dass offensichtlich eine bisher vorhandene Querung der Autobahn A 10 nicht mehr zur Verfügung steht. Wir suchten uns selbst eine Alternative, Dank des mitgeführten GPS-Geräts war eine mögliche Alternative schnell ausgesucht. Diese erwies sich aber nicht als besonders geeignet, weil zum einen der Belag des Feldwegs alles andere als Fahrrad tauglich war, zum anderen mussten wir die A 10 zusammen mit der Panke unter einer Brücke unterqueren, wo der Weg eine einzige matschige Schlitterbahn war. Nicht gut!

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Durch diese hohle Gasse unterquert man die A 10

Nach dieser abenteuerlichen Aktion kamen wir wieder auf den ursprünglichen Weg, der schön asphaltiert an der Teichlandschaft in Französisch-Buchholz vorbeiführt. Begleitet wird der Weg meist von den üblichen Wegweisern mit Kilometerangaben, die abernicht immer stimmen.

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Wegweiser an der Fahrradroute

Erstaunlich ist, dass man nach der Überquerung der A 114 in Pankow nicht mehr direkt an der Panke entlang geleitet wird, sondern durch ein langweiliges Wohngebiet bis nach Blankenburg fahren muss. Nach einer kurzen Tour entlang von Karpfenteichen gelangen wir zur Galenusstraße in Pankow.

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Karpfenteiche

Das Viertel um die Galenus- und Paracelsusstraße wirkt richtig anheimelnd, nachdem es offensichtlich liebevoll saniert worden ist. Ähnlichkeiten mit der Hufeisensiedlung in Berlin-Britz drängen sich geradezu auf.

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In der Galenusstraße

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Schloss Schönhausen

Von der Galenusstraße gelangt man schnell an das Schloss Schönhausen , wir durchfahren hier nun das Gebiet, wo einst die "Großkopferten" der DDR gewohnt haben, bevor sie nach Wandlitz umzogen. Zentraler Ort für eine historische Wanderung ist hier der Majakowskiring . Ein schönes Intermezzo zum Relaxen finden wir im nahegelegenen Bürgerpark .

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Restauriertes Eingangsportal zum Bürgerpark

Nachdem wir den Bürgerparl verlassen haben, geht es Ruck-Zuck in den Wedding, in das ehemalige West-Berlin. Hier hat man den Pankeweg vorbildlich ausgebaut, es gibt keine Zweifel darüber, wo man lang fahren muss, auch herrscht hier eine friedliche Koexistenz zwischen Fußgängern und Radfahrern. Man fährt bisweilen an spektakulären Kunstprojekten vorbei.

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Die folgende Fahrt durch den Wedding ist  recht angenehm: man verbindet mit diesem Ortsteil eigentlich immer nur Negatives. Aber hier an der Panke ist die Welt noch in Ordnung, wenn man um die Mittagszeit hier durchfährt. Bald landet man am Hauptbahnhof und fährt durch das Regierungsviertel und den Tiergarten. Nun bewegt man sich wieder in bekanntem Gelände.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 9. Oktober 2010 )
 
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