| Geschrieben von Bernhard Husch | |
| Samstag, 12. Februar 2011 | |
QLandkarteGT - vollwertiger Ersatz für Mapsource?
Die immer bemitleideten Linux-Benutzer unter den Garmin-Besitzern können wieder lachen. Sie müssen sich nicht mehr eine virtuelle Maschine - wie die VirtualBox von Oracle - installieren, um ihr Garmin-Gerät auslesen und mit neuen Daten bestücken zu können. Sie haben jetzt mit dem neuen QLandkarteGT ein mächtiges Werkzeug zur Hand, das ihnen viele Möglichkeiten bietet. Allerdings gibt es das neue QLandkarteGT nicht zum Nulltarif! In Ubuntu 10.04 war die Version 0.18.3 als Standard enthalten, beim Wechsel von Ubuntu 10.04 zu 10.10 wurde sie gar nicht mehr mit installert, was heißt: nicht unterstützt. Inzwischen gibt es aber die Version 1.1.0.pre, was einen deutlcihen Versionssprung signalisiert, der natürlich unter die Lupe genommen werden will... Noch unter Ubuntu 10.04 konnten wir QLandkarteGT aus dem Repository installieren, allerdings in einer nicht mehr akzeptablen Form, denn die Software war nur schwer für andere Dinge als das Betrachten von Landkarten und Planung von Routen zu gebrauchen. Die derzeitige Version 1.1.0.pre hat sich der Autor von der Projektseite mittels Subversion herunter geladen und nach dem schon in einem anderen Artikel beschriebenen Verfahren unter Linux lauffähig gemacht. Das Verfahren hat sich nicht geändert, auch müssen exakt die gleichen Voraussetzungen geschaffen werden, wie es in diesem Artikel beschrieben ist. Das Neue an dem frischen QLandkarteGT ist, dass sich die Software nun des Open Route Service der Universität Bonn bedient. Der Open Route Service wird im Wiki von OpenStreetMap ausführlich beschrieben. Interessant vor allem ist, dass nun die Kommunikation mit Garmin-Geräten ohne Probleme funktioniert. Auf dem Gerät gespeicherte GPX-Tracks können problemlos heruntergeladen werden, mit QLandkarte erzeugte Routen können hochgeladen werden und funktionieren einwandfrei, was bei der Vorversion ohne Bearbeitung der GPX-Quelldateien nicht möglich war. Die Nutzung des Open Route Service hat natürlich Vorteile, weil sich dieser wieder auf die Daten von OpenStreetMap stützt. Der Autor hat einmal Vergleiche zwischen Google-Maps und OpenStreetMAp gezogen und festgestellt, dass OpenStreetMap wesentlich detailgenauere Daten anbietet als Google. Ein sehr schönes Beispiel für gravierende Unterschiede ist zu sehen, wenn man sich die Stadt Rostow am Don in Russland von beiden Portalen aus ansieht. In Google Maps sind so gut wie keine Details im Stadtgebiet auszumachen, während OpenStreetMap eine sehr detaillierte Landkarte anbietet. Warum das so ist, muss man nicht fragen! Auch wenn Google Maps bei seinem Routenplaner inzwischen Routen für Fußgänger und öffentliche Verkehrsmittel neben den üblichen Autorouten anbietet, erscheinen die Dienste von Open Route insgesamt nachhaltiger. Das steht allerdings in einem anderen Zusammenhang und muss hier nicht diskutiert werden. Für die Planung von Radtouren und Wanderungen kann also das neue QLandkarte sehr hilfreich sein. Nicht nur die Möglichkeiten der Kommunikation mit GPS-Geräten (z. B. von Garmin) überzeugen, sondern auch die Möglichkeiten, die durch die Software erzeugten Routen zu editieren und damit zu optimieren sprechen für einen Einsatz dieser Software. Auf der Geocaching-Website von Schrottie kann man sich über den Leistungsumfang überzeugen lassen. |
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| Letzte Aktualisierung ( Freitag, 23. Dezember 2011 ) |
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