| Spreeradweg |
| Geschrieben von Bernhard Husch | |
| Samstag, 23. Mai 2009 | |
Spreeradweg von Erkner nach Drahendorf und zurück nach Berlin
An einem schönen Wochenende im Mai unternahmen wir eine Radtour von Erkner auf dem Spreeradweg nach Drahendorf (58 km). Zurück fuhren wir ohne Zuhilfenahme der öffentlichen Verkehrsmittel bis nach Berlin (85 km).
Es fing alles etwas feucht an: schon während der S-Bahnfahrt nach Erkner verdichtete sich der Regen, sodass wir uns am Startpunkt zunächst in unsere Regenkleidung verpacken mussten. Wir waren aber nicht nur mit geeigneter Kleidung gut ausgerüstet, auch die Tourenplanung war sorgfältig vorgenommen worden. Dank des neuen GPS-Geräts konnten wir einen im Internet gefundenen GPX-Track nutzen, hatten aber auch den Radatlas Brandenburg Teil 4 aus dem bikeline-Programm (Verlag Esterbauer ISBN 3-85000-064-8) dabei. Zunächst mussten wir die Stadt Erkner durchqueren, um am südlichen Stadtrand in die abgeschiedene Welt der Spreeauen einzutauchen. Grundsätzlich ist zum Spreeradweg anzumerken, dass es bislang noch keine einheitliche Beschilderung auf dem von uns befahrenen Streckenabschnitt gibt; man ist auf Kartenmaterial angewiesen. Hinter dem Erknerschen Ortsteil Karutzhöhe fährt man zunächst ein wenig an der Autobahn A 12 entlang und biegt dann nach Osten in die Spreeauen ab. Von nun an fährt man weitgehend autofrei über gut ausgebaute Wald- oder Asphaltwege über Hartmannsdorf und Kirchhofen nach Mönchwinkel.
Kurz vor Mönchwinkel gibt es einen schönen Rastplatz für Radler an der Spree, wo nette Menschen zu den Holzbänken noch bequeme Gartenstühle gestellt haben. An dieser Stelle hörte der Regen auch auf, sodass wir uns von der schweißtreibenden Regenkleidung befreien konnten. Ab Hangelsberg muss man nun auf die Landstraße, die von einem Fahrradweg begleitet wird. Kurz vor Fürstenwalde verläuft der Radweg aber weiter durch Wald. Wer möchte, kann vor Fürstenwalde noch einen Abstecher zur Großen Tränke machen; von der Spreequelle aus gesehen trennen sich hier die Spree und der Oder-Spree-Kanal, die sich bis hier ein gemeinsames Bett teilten.
Rathaus Fürstenwalde
Hat man das Industriegebiet östlich von Fürstenwalde hinter sich gelassen, fährt man weiter durch den Wald bis zum Dehmsee, wo man erneut die Autobahn A 12 kreuzt, um sie endgültig hinter sich zu lassen. Bis zur Kersdorfer Schleuse radelt man nun auf Waldwegen. Von dort hatten wir es nicht mehr weit bis zu unserem Ziel in Drahendorf . In diesem Wald sollen RAF-Terroristen der 2. Generation Unterschlupf und Ausbildung vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR gefunden haben (s. Artikel im FOCUS ).
Auf dem Spreeradweg durch den Wald
Anzumerken sei, dass sich der Radwanderer mit möglichst viel Mückenbekämpfungsmitteln auszurüsten habe, denn die Plage ist dort recht groß.
Für den Naturliebhaber gibt es in den Spreeauen viel zu entdecken: Schwer aktiv sind hier die Bieber, was sich unschwer an den angespitzten Baumstümpfen erkennen lässt.
Zu Fuß kann man auch an den Altarmen der Spree entlang wandern und wird dort manch romantisches Eckchen entdecken.
Auf der Rückfahrt nach Berlin beschlossen wir, direkt mit dem Fahrrad bis nach Hause zu fahren. Wir folgten dem Spreeradweg bis Hangelsberg und fuhren dann westlich auf der Landstraße bis nach Freienbrink. Hier ist Achtung geboten! Die Karte im Radatlas stimmt nicht mehr mit der Wirklichkeit überein, denn im Laufe der Jahre hat sich hier allerhand getan. Man muss durch das neu geschaffene Güterverkehrszentrum radeln , um über Neu Zittau nach Gosen zu gelangen.
Die Gosener Berge stellen an den geübten Radler keine großen Anforderungen, wohl aber die nicht so komfortablen Straßen in Eichwalde, die man benutzen muss, wenn man in Schmöckwitz über die Dahme gefahren ist.
Hinter Eichwalde gelangt man in Bohnsdorf wieder in Berliner Stadtgebiet, durchquert Altglienicke und radelt über den neu geschaffenen Park über dem Autobahntunnel (neue A 117 nach Schönefeld) nach Rudow. Von hier konnten wir schnell nach Lichtenrade heim radeln.
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| Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 24. Mai 2009 ) |
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