Standpunkte allezeit nachprüfbar
Geschrieben von Administrator   
Dienstag, 18. August 2009

Standpunkte allezeit nachprüfbar

Navigationsgeräte beim Autofahren sind heute nicht mehr außergewöhnlich - auch nicht für Fußgänger oder Radfahrer, obwohl die eher seltener zur Anwendung kommen.

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Wir haben das Gerät Garmin etrex Legend HCx genauer unter die Lupe genommen und es sowohl als GPS-Aufzeichnungsgerät als auch als Navigationsgerät  für das Fahrrad benutzt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
Das Garmin etrex Legend HCx ist ein Gerät, das vielfältig eingesetzt werden kann. Generell ist es ein Navigationsgerät. Es verfügt über einen sehr sensiblen GPS-Empfänger, der die für die Navigation notwendigen Satellitensignale auch unter erschwerten Bedingungen empfangen kann.
 
Wichtig ist bei Navigationsgeräten, dass sie auch immer über die aktuellen Landkarten verfügen; kauft man das Garmin etrex Legend HCx nur als Apparat werden die Landkarten nicht mitgeliefert. Es steht nur eine sehr grobe Übersichtskarte zur Verfügung, auf der man sich nur sehr schwer orientieren kann; nur die größten Bundesstraßen und Autobahnen in Deutschland sind verzeichnet. Das Kartenmaterial für das Gerät muss man gesondert erwerben - und das ist recht teuer.
 
Zum Glück gibt es das OpenStreetMap-Projekt , das eine lizenzfreie Weltkarte bereitstellt, die man sogar für das Garmin-Gerät nutzen kann - jedoch nicht ohne einen erheblichen Arbeitsaufwand. Wir haben uns diesen Aufwand als Beteiligter am OpenStreetMAp-Projekt gemacht und können  mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Wie man dies bewerkstelligt, wird Gegenstand eines anderen Artikels auf dieser Website sein. Wir haben jedenfalls die kostenlos erhältlichen Karten des  OpenStreetMap-Projekt auf dem Gerät installiert und erfolgreich eingesetzt.
 

Navigation mit dem Fahrrad

Das Garmin etrex Legend HCx kann als Navigationsgerät für das Fahrrad eingesetzt werden, wenn man die entsprechenden Karten installiert hat. Anders als bei einem gewohnten Navigationssystem für das Auto muss man die zu fahrenden Routen jedoch vorher selbst entwickeln - zumindest bei der Kartenauswahl, die wir verwendet haben.

Der Hersteller des Geräts liefert dazu entsprechende Software, die unter MS-Windows funktioniert mit. Das hat bei uns im Fall der Radwanderung durch die Spreeauen   und bei der Radreise am Neckar   hervorragend funktioniert. Das ist zwar sehr zeitaufwändig, aber man macht sich vorab schon einmal mit der Route vertraut.

Leichter ist es, wenn vorher schon einmal jemand die in Augenschein genommene Tour abgefahren ist und mit einem GPS-Empfänger (wie dem  Garmin etrex Legend HC) die Tour als so genannten GPX-Track oder GPX-Route aufgenommen hat. Dann kann man entweder die Tour nach dem vorgegebenen GPX-Track als Route am Computer aufzeichnen, oder die fertige GPX-Route in das Gerät laden und als Navigationsgrundlage benutzen.

Wenn man im  Garmin etrex Legend HC einen GPX-Track in eine vorhandene Karte lädt, sieht man in der Karte den Verlauf des Weges als Linie eingezeichnet. Man kann dann das Gerät wie eine elektronische Landkarte benutzen. Es gibt jedoch gegenüber der Landkarte aus Papier mehr Möglichkeiten: man kann z. B. Ausschnitte zoomen, man kann einen Punkt in der Landkarte festlegen, zu dem man per Luftlinie sich hin navigieren möchte - hier arbeitet das Gerät als ein komfortabler, elektronischer Kompass, der gleichzeitig eine Landkarte anzeigt.

Lädt man sich dagegen eine GPX-Route auf das Gerät, dann arbeitet es wie ein konventionelles Navigationssystem, indem es das nächste Ziel - bezogen auf die jeweilige augenblickliche Position - angibt.

Aufzeichnung von Bewegungen

Eine weitere Möglichkeit bietet sich dadurch, dass sich mit dem Gerät alle Bewegungen aufzeichnen lassen. Fährt man auf dem Fahrrad mit dem eingeschalteten Gerät, werden durch die Satellitennavigation alle Standortwechsel aufgezeichnet und in einer GPS-Datei gespeichert, die man später für unterschiedliche Zwecke nutzen kann.

Wir haben diese Möglichkeit genutzt, unsere Radtouren aufzuzeichnen und mittels der Karten von OpenStreetMap im Internet zu veröffentlichen; dies ist aber nicht tivial, man muss dazu vielfältige Kenntnisse über das Erstellen von Webseiten und deren Programmierung sowie über weitere zahlreiche Programmierkenntnisse verfügen.

Welchen Nutzen hat die Aufzeichnung der GPX-Tracks? In erster Linie dienen sie der eigenen Dokumentation gefahrener Routen. Speichert man sie in der Datenbank des OpenStreetMAp-Projekts, dienen sie der Verbesserungs der Karten. Schließlich kann man die gefahrenen Tracks auch der Allgemeinheit zur Verfügung stellen, damit sie diese Routen selbst abfahren können. 

Nachtrag

Auf der Seite bbbike lassen sich Fahrradrouten in und um Berlin berechnen. Sie liefern für die berechneten Routen auch die GPX-Dateien, die man sich auf das Gerät laden kann, um sich bequem von einem zum anderen Ort navigieren zu lassen. Das funktioniert hervorragend!

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 1. September 2009 )
 
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