Woodstock im Britzer Garten
Geschrieben von Bernhard Husch   
Sonntag, 30. August 2009

Woodstock im Britzer Garten

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Der Song Shower The People von James Taylor hätte sicherlich zum 11. Feuerblumen- und Klassikabend im Britzer Garten gepasst. Heftige Regengüsse vor und während der Veranstaltung konnten die gute Laune des zahlreich erschienenen Publikums nicht trüben.


Erneut hatten Grün Berlin, Radio Berlin 88,8 und die degewo zum schon traditionellen spätsommerlichen Spektakel in den Britzer Garten geladen. Wie auch schon in den Vorjahren war die Veranstaltung lange vorher ausverkauft, obwohl gleichzeitig die Lange Nacht der Museen stattfand.

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Gegen 18.00 Uhr gibt es noch freie Wiesenplätze

Um 18.00 Uhr waren die vor der Bühne befindliche, teureren Stuhlplätze noch gähnend leer, während sich auf den preiswerten Wiesenplätzen hartgesottene Fans dieser beliebten Veranstaltung mit Campingmöbeln, Kühlboxen und Tupperware ihre Claims absteckten. Eine halbe Stunde später konnte man auf der Wiese vor der Bühne nur noch Plätze in Quadratzentimetergröße bekommen.

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Eine dunkle Wolke naht heran


Sah vor Beginn der Veranstaltung alles noch sehr schön aus, so nahten doch bald dunkle Wolken heran und überschütteten die Musikfans mit Regen und Graupel. Aber man schien auf die Kapriolen des Wetters vorbereitet zu sein - Schirme, Plastikfolien und Regenmäntel waren schnell zur Hand. Das echte Woodstock-Feeling kam auf; während des Konzerts wurden die Besucher noch einmal durch heftigen Regen erfrischt.

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Tausende Zuschauer harren trotz Kälte und Nässe aus

Im Vorprogramm sang der Tenor Claudio Martino - leider etwas unbeachtet - schöne Lieder  und Arienu.a. von De Curtis, Händel und Puccini.

Das Hauptprogramm stand unter dem Motto Verdi-Zauber. Der Berliner Konzert Chor und das Berliner Konzert Orchester unter dem Dirigenten Jan Olberg präsentierte mit den Solisten Yvonne-Elisabeth Friedli (Sopran), Friederike Meinel (Mezzosopran) und Daniel Kim (Tenor)  einen Rundumschlag durch das Werk des italienischen Meisterkomponisten. Die Schwere  des dargebotenen Opernstoffs wurde durch unterhaltsame Moderation erleichtert. Es wurden Stücke aus Nabucco, La Traviata, Aida, Rigoletto und Il Trovatore dargeboten.

Die am Ende erwartete Zugabe Berliner Luft musste diesmal leider ausfallen, weil die GEMA für die Aufführung dieses Stückes zu hohe Abgaben verlangt hätte, wie der bekannte RBB-Moderator dem enttäuschten Publikum mitteilen musste.

Entschädigt wurden die Massen aber durch die abschließend gespielte Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel, zu der die potsdamer feuerwerk GmbH ein imposantes Höhenfeuerwerk an den nächtlichen Himmel über dem Britzer Garten zauberte.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 3. August 2011 )
 
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